Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt – doch wann ist ihr Einsatz sinnvoll und wann nicht? In einer spielerischen Einführungsstunde erkundeten unsere Elftklässler im Informatikunterricht genau diese Frage. Mit dem KI-Kompass lernten sie, fundiert zu entscheiden, kritisch zu reflektieren und Verantwortung zu übernehmen.
Kompass im Einsatz
In kleinen Gruppen übernahmen die Schüler der 11. Klasse spezifische KI-Kompetenzrollen. Zu jeder Rolle gehörten Stärken, Verantwortlichkeiten und eine klare Perspektive auf KI-Anwendungen. Auf dieser Basis bearbeiteten die Teams abwechslungsreiche Aufgaben aus Schule, Alltag und Gesellschaft: Wo kann KI konkret unterstützen – etwa bei Recherche, Strukturierung, Übersetzung oder Mustererkennung? Welche Aufgaben löst man besser ohne KI – zum Beispiel, wenn Urteilsvermögen, Empathie oder kreative Originalität im Vordergrund stehen? Und welche Risiken, Grenzen und Verantwortlichkeiten müssen beachtet werden, wenn es um Datenschutz, Verzerrungen oder Transparenz geht? Das Kartenspiel des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft bot dafür den idealen Rahmen: Es lädt zum Diskutieren, Entscheiden und Reflektieren über den sinnvollen Einsatz von KI ein.
Entscheiden, begründen, reflektieren
Die Jugendlichen diskutierten in ihren KI-Kompetenzteams, welche Probleme sich durch KI-Systeme sinnvoll adressieren lassen und wo ein analoger Ansatz die bessere Wahl ist. Dabei stand immer die begründete Entscheidung im Mittelpunkt: Passt die Aufgabe zum Werkzeug? Wie steht es um Qualität und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse? Werden Fairness, Datenschutz und Urheberrecht gewahrt? Und welche Rolle spielt der Mensch in der gemeinsamen Arbeit mit KI? In den Diskussionen wurde deutlich: Unsere Schüler denken kritisch mit, stellen die richtigen Fragen und entwickeln ein Bewusstsein dafür, dass Technologie immer im Dienst des Menschen stehen sollte. Genau diese Haltung möchten wir fördern: selbstbestimmt, reflektiert und zukunftsfähig.



